Sprechfunklehrgang erfolgreich bestanden


Bad Hersfeld / Homberg-EfzePunktEinen vier Tage (insgesamt 27 Stunden) umfassenden Sprechfunklehrgang haben 15 THW Helferinnen und Helfer aus verschiedenen Ortsverbänden der Geschäftsstelle Homberg am vergangenen und diesem Wochenende erfolgreich absolviert. Neben der Ausbildung am Analogen Funksystem gaben die Ausbilder auch einen umfangreichen Ausblick in die nicht allzu ferne Zukunft des Digitalfunk.

Den Funk der Polizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks kennt wohl jeder, entweder aus Spielfilmen oder aus Filmbeiträgen in den Nachrichten. Aus irgendeinem Fahrzeug oder einer Jacke dringen mehr oder weniger rauschende Stimmen, denen aufmerksam gelauscht wird.

Dies ist das Funknetz der Behörden- und Organisationen oder kurz BOS. Über ihn stehen die Helferinnen und Helfer der Hilfskräfte immer im Kontakt zur Einsatzleitung, zur Leitstelle des Landkreises und zu anderen Kameraden im gesamten Landkreis. Geht ein Notruf in der Leitstelle ein, alarmiert diese die entsprechenden Hilfskräfte über
dieses Funknetz und koordiniert den Einsatz.

Das Funken nicht wie telefonieren ist, fanden die neuen Sprechfunker sehr schnell heraus, den hier sind nicht nur zwei Personen in einer Leitung sondern alle Helfenden Einheiten im gesamten Landkreis. Damit es da keinen Sprachsalat gibt, müssen sich alle an Regeln und festgeschriebene Abläufe halten. So wird aus "Hallo Axel bist du da?" mal eben ein "Heros Bad Hersfeld 86 von Heros Bad Hersfeld 21/10 kommen".

Ein Besuch der Leitstelle Schwalm-Eder stand auch auf dem Programm. Hier wurden alle Fragen geklärt, die im täglichen Funkeinsatz zu beachten sind. Bestaunt wurde die Ruhe, mit der die Disponenten ihre Arbeit trotz manchmal Telefonaten und zeitgleichen Funkgesprächen verrichteten.

Die THW Fachgruppe Führung und Kommunikation (FüKom) aus dem Ortsverband Kassel gab einen Überblick über ihre Aufgabenbereiche im THW Einsatz. Besonders wurde der in Kassel stationierte FüKomKW erläutert. Dieses Fahrzeug bietet alle Möglichkeiten um an Großschadenslagen jegliche Kommunikationswege herzustellen - Sei es über Telefon, Kabel oder Funk.

In der großen Funkübung konnten die Lehrgangsteilnehmer das gelernte Anwenden und vertiefen. Jeder Funker bekam einige fiktive Einsatzaufträge und musste diese dann wie im richtigen Einsatz über Funk abwickeln.

Das momentane analoge Funknetz wird bald durch das digitale Funknetz abgelöst. Neben Kostenersparnissen bei der Instandhaltung, sowie Abhörsicherheit, bietet das neue System viele praktische Funktionen, die den Einsatzablauf bei Gefahrensituationen erleichtern sollen. Zur Zeitlaufen die Umrüstungen in den Hessischen Landkreisen. Die Fahrzeuge des THW´s wurden bereits fertig vorgerüstet. Fotbildung für die Einsatzkräfte sind in der Planung, damit ein reibungsarmer Übergang gewährleistet werden kann.


10.02.2013